Kleine Hundertwasser-Künstler

Spiralen, bunte Farben, Schneckenhäuser, geschwungene Linien, Zwiebeltürme: Friedensreich Hundertwasser hat im Kindergarten deutliche Spuren hinterlassen. Eine bunt-fröhliche Ausstellung in der Volksbank Epfenbach war der Höhepunkt eines kreativ-künstlerischen Projekts im katholischen Kindergarten.

 

Mit ihrer Erzieherin Frau Erraß erfuhren die Projektkinder viel über den vielseitigen Künstler aus Österreich. Ausgangspunkt ihrer Reise durch die künstlerische Welt von Friedensreich Hundertwasser war eine Bildbetrachtung, bei der die für den Künstler typischen Spiralen und Schneckenhäuser kommentiert wurden: "Es ist wie eine Straße. – Die Mitte ist so ganz anders, ein bisschen weiter oben und besonders silbern. – Die Fenster sind nicht alle gleich." Genau beobachteten die Kinder die Besonderheiten des Schneckenhauses und fertigten im Anschluss eigene Spiralen an, denn gerade Linien waren Hundertwasser ein Graus.

 

Schneckenhäuser als Fadenbilder und als Gemälde zierten schon bald zahlreiche Wände im Kindergarten. Im nächsten Schritt machten die Kinder sich an die Hundertwasser-Häuser, die sie aus Schachteln, Deckeln und anderem Verpackungsmaterial fertigten, bunt bemalten und mit goldenen und silbernen Schmuckstücken und Glassteinen verzierten. Auch die Glastüren im Kindergarten wurden mit viel Eifer mit Hundertwasser-Häusern farbenprächtig bemalt.

 

Projekte sind bei uns eine feste Einrichtung. An einem Projekt sind bis zu 10 Kinder beteiligt. Das jeweilige Thema wird mit den Kindern erarbeitet und auf verschiedene Weise umgesetzt.

 

Beim Hundertwasser-Projekt im Kindergarten haben die Kinder viel gelernt und hatten bei der kreativen Gestaltung ihrer Hundertwasser-Kunstwerke viel Spaß. "Malen ist Träumen", sagte Friedensreich Hundertwasser. "Wenn ich male, träume ich. Wenn der Traum zu Ende ist, erinnere ich mich nicht mehr daran, was ich geträumt habe. Das Bild aber bleibt, es ist die Ernte des Traumes."